Promis und digitale Spiele – wer profitiert von wem?

Nerd zockt am Smartphone
Spiele-Apps von Promis werden immer beliebter. Bildquelle: © lassedesignen / Fotolia

Dafür stehe ich mit meinem Namen – wem ist dieser Werbeslogan nicht auch noch im Ohr? Wenn ein Gegenstand den Namen einer bekannten Persönlichkeit trägt, im Idealfall auch noch von jemandem, der einem sowieso wohlgesonnen ist, erhöht sich damit schlagartig die Wahrscheinlichkeit, dass potentielle Käufer sich das Produkt zumindest einmal intensiver anschauen. Wenn es von einem bekannten Gesicht beworben wird, fühlt sich die Werbung nicht mehr wie eine bloße Werbemaßnahme an, sondern eher wie die Empfehlung eines Freundes, der einem einen persönlichen Tipp geben will. Da das kein Geheimnis ist, bringt man Sportschuhe, Shampoo und Schokoriegel automatisch in Zusammenhang mit dem Namen der Stars, die sie bewerben und zögert wesentlich seltener, den Artikel dann auch zu kaufen. Das klappt auch bei Apps.

Promis entdecken Spiele-Apps als Geldmaschine

Promis nutzen aber nicht nur ihren Namen, um Werbung im Fernsehen, auf Litfaßsäulen oder in Zeitschriften zu machen, inzwischen haben sie noch eine andere Möglichkeit, ihre Popularität zu barer Münze zu machen: Spiele.

Stars wie Paris Hilton mit ihrer eigenen Version von Candy Crush war eine der frühen Vor-Arbeiterinnen, die bereits 2006 ihre eigene App auf den Markt gebracht hat. Aber auch Justin Bieber mit seiner Emoji App, Stefan Raab mit einem Spiel seiner eigenen Show wussten digitale Inhalte für sich zu nutzen.

Usain Bolt, der nach dem Ende seiner Profi-Karriere immer noch virtuell abzischt oder Kim Kardashian mit ihren Apps um Glitzer und Glamour in Hollywood sind darüber hinaus noch weitere Beispiele von bekannten Persönlichkeiten, die man inzwischen in den App Stores fürs die verschiedenen Smartphones finden kann.

Kostenpflichtige Apps nicht immer erfolgreich

Wie erfolgreich eine solche App ist, hat aber nicht nur ausschließlich mit der Anwendung an sich zu tun. Downloadzahlen jenseits der 42 Millionen, wie sie beispielsweise die „Kim Kardashian: Hollywood“ App erzielt, kommen nicht von ungefähr und eine etablierte Fanbase ist absolut notwendig, um eine Anwendung an die Spitze der Download-Charts zu katapultieren.

Aber nicht alle Stars können sich darauf verlassen, dass ihnen allein ihre Popularität das Geld in die Kassen spült, denn auch wenn 1,99 Euro nicht viel klingt, so zögern doch viele Käufer, Geld für Apps auf dem Smartphone auszugeben, ohne sie zumindest probegespielt zu haben.

Kostenlose Apps haben daher wesentlich bessere Chancen, auf den Handys zu landen, und nachdem man sich ein wenig eingespielt hat, sitzt der Finger auch etwas lockerer, mal einen In-App-Kauf von 99 Cent für ein paar Zusatzfunktionen durchzuführen, um im Spiel schneller voranzukommen.

USA dominiert Promi-Spiele-Markt

Schaut man sich die Länderverteilung der vorhandenen Applikationen in der Spielekategorie übrigens einmal genauer an, fällt schnell auf, dass die überragende Mehrheit der iPhone- und Android-Spiele mit prominenter Unterstützung aus den USA kommt.

Apps von deutschen Promis sind extrem rar gesät und so beschränkt sich die virtuelle Präsenz deutscher Persönlichkeiten meist komplett auf Social-Media-Profile oder deren offizielle bzw. persönliche Webseite.

Wer ein gutes Konzept hat, sich mit seiner App clever vermarkten kann und nicht nur den eigenen Fans durch Bonusinhalte einen Mehrwert zu bieten weiß, der hat eine echte Chance, sich durch seine App einen schönen Nebenverdienst zu verschaffen.

Denn wie einige Promis bereits bewiesen haben, ist keine Idee zu abgedreht, als dass es dafür nicht ein Zielpublikum geben würde – das Hauptaugenmerk sollte aber immer darauf liegen, dass die App zur Persönlichkeit des jeweiligen Promis passt und nicht nur halbherzig zusammengeklickt ist, dann kann sie nämlich auch zum Erfolg führen und wird kein peinlicher Reinfall.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*