Die besten Freelancer-Portale: Aufträge finden für Selbständige

Junger Mann sitzt im Büro am Schreibtisch vor PC
Job-Portale gibt es viele im Internet, aber welches nutzt einem wirklich? Bildquelle: © deagreez / Fotolia

Im Internet gibt es jede Menge Jobportale. Von Xing über Twago und Gulp bieten verschiedene Webseiten zahlreiche Gesuche für junge und erfahrene Freelancer, die im Regelfall im IT-Bereich tätig sind. Aber Aufträge für Selbständige zu finden kann gerade dann zum ambitionierten Unternehmen werden, wenn die Konkurrenz groß ist. Da bleibt die Frage: Welche Job-Portale für Freiberufler taugen wirklich etwas?

Recruiting läuft heute über das Internet

Dass die Digitalisierung mittlerweile fast jeden Wirtschaftsbereich tangiert, dürfte mittlerweile klar geworden sein. Kaum ein Unternehmen kann es sich heutzutage noch leisten, auf eine Online-Präsenz zu verzichten oder nicht auf allen erdenklichen Social-Media-Plattformen vertreten zu sein.

Da wundert es auch nicht, dass auch nach neuen Arbeitskräften online über das Web gesucht wird. Aktuelle Zahlen bestätigen, dass circa 70 Prozent aller deutschen Unternehmen Stellenanzeigen und Ausschreibungen im Internet inserieren – entweder über die eigene Unternehmens-Webseite oder über Internet-Stellenbörsen.

Statistik Recruiting-Kanäle
Bildquelle: digital-age.net

2015 nutzten sogar knapp 25 Prozent aller Unternehmen soziale Netzwerke wie Facebook, um nach potentiellen Arbeitnehmern zu suchen. Noch weitaus höher dürften die Zahlen liegen, wenn nach selbständigen Dienstleistern Ausschau gehalten wird. Deswegen dürften es gerade Freiberufler aus dem Bereich IT, Internet und Medien schwer haben, einen Auftrag zu finden, wenn sie nicht auf Xing und Co. vertreten sind.

Doch dies gilt auch für die andere Seite. In der Studie „IT-Berufler 2017“, die vom Magazin Computerwoche in Zusammenarbeit mit IDG Business Research im März dieses Jahres durchgeführt wurde, zeigte sich, dass Unternehmen aufgrund von Fachkräftemangel Freelancern eine „große bis sehr große Bedeutung“ zusprechen. Nur jedes achte Unternehmen verzichtet voll und ganz auf Freiberufler.

In Konsequenz bedeutet dies eine höhere Nachfrage, was mit verbesserten Vergütungsmodellen einhergeht. So stieg der Stundensatz im Schnitt und im Vergleich zum letzten Jahr um vier Euro. Es gibt also gute Gründe, sich und sein Kleinunternehmen möglichst kompetent im Internet zu präsentieren. Aber auf welchen Job-Portalen finden Selbständige Aufträge?

Die besten deutschsprachigen Job-Portale für Freelancer

Wer auf der Suche nach ertragreichen Job-Portalen im Internet ist, der sollte erst einmal klären, was er eigentlich sucht. Zwar gibt es eine ganze Reihe an seriösen Portalen, die auch jede Menge Jobs bereitstellen, allerdings sind viele speziell auf eine Rubrik wie Design oder Text spezialisiert. Im Folgenden geben wir Euch daher einen kurzen Überblick, was Ihr beim jeweiligen Portal erwarten dürft – oder eben auch nicht.

  • Bloggerjobs

    Bildquelle: bloggerjobs.de
    Hier ist der Name Programm. Auf Bloggerjobs gibt es jede Menge Jobs für Blogger, aber auch für Personenkreise darüber hinaus. Wer gerne bezahlt für andere bloggen möchte, seinen eigenen Blog verkaufen oder andere Blogs erwerben will oder womöglich Hilfe bei der Einrichtung seiner WordPress-Page benötigt, der findet hier garantiert Hilfe. Bloggerjobs ist für alle kostenlos. In Kontakt mit anderen tritt man über ein einfaches Kontaktformular.

    • Geeignet für: Blogger, Blog-Käufer/-Verkäufer, Web-Designer, CMS-Manager
    • URL: www.bloggerjobs.de

  • Twago

    twago
    Bildquelle: twago.de
    Nach eigenen Angaben handelt es sich bei Twago um die größte europäische Job-Börse überhaupt. Immerhin 70.000 ausgeschriebene Inserate sprechen zumindest dafür, dass es sich lohnen könnte, hin und wieder bei Twago hineinzuschauen. Anders als Bloggerjobs ist Twago aber nicht ganz kostenlos. Denn einen Teil der Erlöse aus den zustandegekommenen Kooperationen behält der Anbieter als Vermittlungsprovision ein. Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, Credits zu erwerben, mit denen sie weiterführende Funktionen wie für Suchmaschinen optimierte Nutzerprofile freischalten können.

    • Geeignet für: Web-Designer, Web-Entwickler, Programmierer, Marketing-Experten, Texter
    • URL: www.twago.de

  • Freelance.de

    freelance
    Bildquelle: freelance.de
    Freelance.de zählt vergleichsweise bereits zu den etwas älteren Job-Portalen im Internet, denn die Job-Börse agiert bereits seit 2007 im World Wide Web. Freelancer finden hier Aufträge aus den Bereichen Marketing, Design, Web-Entwicklung und Web-Management. Kosten fallen übrigens nicht an. Ähnlich wie bei Twago ist es aber für 39,99 Euro möglich, eine Premium-Mitgliedschaft für drei Monate zu aktivieren, die weitergehende Funktionen freischaltet.

  • Gulp

    gulp
    Bildquelle: gulp.de
    Bei Gulp verläuft die Auftragssuche einmal anders herum, denn hier werden Freelancer von Unternehmen gefunden. Alles, was dafür notwendig ist, das ist ein eigenes und kostenloses Profil. Allerdings sollte man sich deswegen besonders viel Mühe beim Erstellen des eigenen Profils geben, um gegenüber anderen Freiberuflern im Vorteil zu sein.

    • Geeignet für: Hauptsächlich IT-Spezialisten
    • URL: www.gulp.de

  • Texterjobbörse

    texterjobboerse
    Bildquelle: texterjobboerse.de
    Texterjobbörse funktioniert ähnlich wie das zuvor erwähnte Portal Bloggerjobs, bloß dass hier eben nicht primär Blogger, sondern Texter gesucht werden. Auch wenn sich die Tätigkeitsfelder gewiss oftmals überschneiden, sind primär Redakteure hier gut aufgehoben. Diese können hier ihre Dienste frei anbieten oder auf bereits inserierte Ausschreibungen über ein Kontaktformular antworten und sich so bewerben. Für Profis dürfte dieses Portal aber weniger geeignet sein, da auch sehr viele Anfragen von Privatpersonen kommen, die meist nicht mehr als 1-3 Cent pro Wort zahlen möchten.

  • Das Auge

    das auge
    Bildquelle: dasauge.de
    Einigen Freelancern wird gewiss auch dieses Portal bekannt sein. Das Auge ist ein Job-Portal für kreative Köpfe, weswegen hier vor allen Dingen Designer, Grafiker und Fotografen gefragt sind. Hin und wieder findet man allerdings auch Angebote aus den Bereichen Text und Entwicklung. Neben Aufträgen für Selbständige kann auf diesem Job-Portal auch nach Festanstellungen gesucht werden.

    • Geeignet für: Hauptsächlich kreative Freiberufler von Designern bis Grafikern, teils auch Text und Entwicklung
    • URL: www.dasauge.de

  • Xing Projekte

    xing
    Bildquelle: xing.com
    Xing zählt zu den bekanntesten Karrierenetzwerken in Deutschland, hält aber auch auf der Projekte-Seite einige interessante und attraktive Aufgaben für Freelancer bereit. Vor allem gefragt sind hier Programmierer und Techniker, alle anderen Freelancer aus dem Bereich IT und Medien finden hier nur selten passende Inserate.

  • Yeeply

    yeeply
    Bildquelle: yeeply.com
    Yeeply ist ein Job-Portal, das seine Nutzer mit besonders für sie passenden Job-Vorschlägen überzeugen möchte. Freelancer müssen, bevor sie sich auf Anzeigen bewerben können, erst eine Registrierung vornehmen und ein Zertifikat erwerben, das die individuellen Kompetenzen hervorheben soll. Persönliche Projektmanager begleiten einen dann bei der Bewerbung und sollen dazu beitragen, dass einen ausschließlich Projekte angeboten werden, die konkret auf das persönliche Kompetenzprofil zugeschnitten sind.

    • Geeignet für: Alle Tätigkeitsfelder aus dem Bereich Internet und Medien
    • URL: www.yeeply.com

  • Freelancermap

    freelancermap
    Bildquelle: freelancermap.de
    Dieses bereits seit 2005 tätige Job-Portal richtet sich an Selbständige, die Aufträge aus dem IT-Bereich suchen. Zwar gibt es vereinzelnd auch Aufträge aus anderen Bereichen, dies ist aber eher selten der Fall. Bei Freelancermap ist eine Registrierung vonnöten, Vermittlungsgebühren fallen nicht an.

  • Jomondo

    jomondo
    Bildquelle: jomondo.de
    Jomondo ist ein sehr bekanntes Job-Portal, das allerdings weniger für echte Profis geeignet ist, sondern sich eher an Schüler, Studenten und andere Personengruppen richtet, die sich ein wenig hinzuverdienen möchten. Zwar gibt es durchaus auch größere Aufträge, die kompetente Freelancer verlangen, zumeist wird von den Auftraggeber aber nicht allzu viel Fachkenntnis vorausgesetzt, sodass durchaus diejenigen Chancen haben, die ihre Dienste nicht professionell anbieten. Die Top-Aufträge werden bei Jomondo nur direkt an Freelancer vermittelt und sind nicht in der öffentlichen Ausschreibung einzusehen, weswegen es Sinn ergibt, sich um ein ordentliches Profil zu bemühen. Negativ fallen die Kosten ins Gewicht. Jomondo behält 20 Prozent des Auftragswertes vom Auftraggeber als Provision ein.

    • Geeignet für: Alle erdenklichen Freelance-Tätigkeiten, oftmals nur wenige Vorkenntnisse notwendig
    • URL: www.jomondo.de

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