Ratgeber: Musik legal downloaden – so macht Ihr es richtig

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Der Download von Musik aus dem Internet wird schnell mit einer Straftat assoziiert. Dabei bieten zahlreiche Anbieter im Netz den legalen Musikdownload gegen eine Gebühr an. Doch es geht auch anders. Musik legal downloaden und das völlig kostenlos. Wie das geht, zeigen wir Euch in diesem Ratgeber. Außerdem erfahrt Ihr, wie sich die Rechtslage beim dem Thema Musikdownloads gestaltet.

Musik legal downloaden – iTunes, Musicload und co.

Das Zeitalter der CDs und Kassetten ist vorbei. Die Digitalisierung hat auch in der Musikbranche Einzug genommen. Bands und Künstler verdienen ihr Geld nicht mehr über CD-Verkäufe, sondern über Musikdateibörsen wie iTunes, Musicload oder Napster. Hier lassen sich die neusten Lieder und Hits problemlos herunterladen. Das bringt verschiedene Vorteile mit sich:

  • Das Angebot scheint völlig unbegrenzt. Die Bandbreite der Musikrichtungen und die Auswahl an Künstlern und Bands erfüllen jeden noch so ungewöhnlichen Musikwunsch.
  • CDs nehmen viel Platz in Anspruch und benötigen einen CD-Player. Digitale MP3s nehmen nur virtuellen Speicher ein und lassen sich auf jedem PC, Tablet oder Smartphone abspielen.
  • Der Kauf der Musik beansprucht außer einigen wenigen Klicks keinen zeitaufwendigen Einkauf.
  • Da einzelne Lieder heruntergeladen werden können, erhöht sich die Flexibilität und Vielfalt bei der Zusammenstellung der Lieblingsplaylist.

Die Downloadportale für Musik bieten ein umfassendes Angebot an Künstlern und Liedern. Nahezu jede Musik- und Stilrichtung aus sämtlichen Musikjahrzehnten ist abrufbar. Diese Anbieter haben sich besonders positiv hervorgetan:

Portal Vorteile Nachteile
iTunes Anbieter mit dem breitesten Angebot an Musik- und Stilrichtungen Zur Nutzung muss iTunes auf dem PC installiert werden
Musicload Keine zusätzliche Software nötig, Musik kann direkt von der Seite heruntergeladen werden Vergleichsweise hohe Kaufpreise
Amazon MP3-Shop Günstige Kaufpreise Voraussetzung ist ein Amazon-Konto
Napster Download-Flatrate Abonnement ist Pflicht

Alternativ zu der Downloadvariante haben sich in den vergangenen Jahren diverse Musik-Streaming-Dienste gegründet. Sie bieten zu einem preislich einheitlichen Betrag (jedes Anbieterabo kostet 9,99 Euro im Monat, einzige Ausnahme ist der Anbieter Prime Music, welcher nur 5,75 Euro verlangt) ein Monatsabonnement an, bei dem auf so viel Musik zugegriffen werden kann, wie es einem gefällt. Es ähnelt einer mobilen Musikdatenbank. Diese Musik-Streaming-Dienste sind zu empfehlen:

Anbieter Vorteile Nachteile
DEEZER Größte Musikauswahl Kooperation mit vodafone und gmx Benutzeroberfläche einfach struktuiert Offline Modus stark eingeschränkt Kein Chat- oder Telefon-Support
Spotify Riesige Auswahl 30 Tage kostenfrei testen Kein Download von Musikdateien möglich
Apple Music Sehr große Musikauswahl Günstiges Familienabo Lange Testphase Keine kostenlose Version Ohne Mobilfunk-Kooperation Wenige Zugriffsmöglichkeiten
Prime Music Für Amazon-Prime-Inhaber inklusive Zahlreiche Schnittstellen Ansehnliche App Kleinste Musikauswahl Umständliches Handling Keine kostenlose Version
JUKE! Große Auswahl an Musiktiteln Ansehnliche App Keine kostenlose Version Relativ wenige Schnittstellen

Musik legal downloaden – so ist die Rechtslage

Mit dem Download von Musik, Filmen und Serien im Internet sind über die Jahre auch zahlreiche illegale Anbieter im Netz entstanden. Für die Musik- und Filmindustrie sind diese Portale der wohl größte Dorn im Auge im Zuge der Digitalisierung und der Ausweitung des Internets. Der hart geführte Kampf der Branche gegen die Betreiber derartiger Plattformen überrascht daher nicht.

„Natürlich lassen sich die Rechtsverletzungen im Internet nicht auf Null zurückzufahren. Aber das Bewusstsein für eine digitale Ökonomie in Deutschland, aber auch in Europa, zeigt, wie wichtig es ist, diesen Rechtsraum so ernst zu nehmen, dass man dann auch wirtschaften kann.“

–Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie, Anfang 2015 zu der von der EU geforderten Reform zum Urheberrecht.

Ein wichtiger Schritt der Branche war die Entwicklung hin zu legalen Downloadplattformen von Musik wie iTunes, Musicload oder Napster. Strengstens überwacht von der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanisches Vervielfältigungsrecht), können Nutzer so Musik legal downloaden, natürlich gegen eine Gebühr. Das Urheberrecht ist so geschützt und der Download legal.

Beim Onlinekauf von Musikdateien werden die Nutzungsrechte der Dateien von dem jeweiligen Anbieter festgelegt, da es sich offiziell um ein „körperloses“ Produkt handelt. Diese speziellen Regelungen befinden sich oftmals verklausuliert und unverständlich in den AGBs, die vor jedem Kauf vom Kunden akzeptiert werden müssen. Daher ist hier genaues Lesen gefragt.

Ein weiterer zu beachtender Aspekt ist die Urheberrechtsverletzung. Es ist zwar erlaubt, auf privaten Veranstaltungen Musik auf beispielsweise gebrannten CDs abzuspielen, im öffentlichen Rahmen macht man sich aber strafbar. Zu diesem Raum gehört auch die Verbreitung auf YouTube. Eine Ausnahme besteht nur bei vorherigen Absprachen mit dem Urheber. Zusätzlich können Anbieter von Musikportalen das im Urheberrecht festgehaltene Nutzungsrecht aufheben oder einschränken. Achtet also auf das Kleingedruckte.

Alternativen um Musik legal downloaden zu können

Für den Kunden sind die offiziellen Portale aber nicht der einzige Weg, an Musikdateien zu gelangen, denn hier werden speziell die vertraglich gebundenen Künstler angeboten. Unabhängige Musiker, die ihre Musik im Internet anbieten möchten, können eigenständig festlegen, welche Rechte dem potenziellen Kunden beim Erwerb der Musik eingeräumt werden. So kann der Künstler beispielsweise:

  • den Gebrauch der Lieder für Remixe erlauben
  • die Verbreitung auf YouTube gestatten
  • die gänzlich freie Verbreitung der Musik erlauben

Diese eigeräumten Rechte werden speziell von noch eher unbekannten Künstlern gestattet, die sich noch am Anfang ihrer Karriere befinden und zunächst einmal ihren Bekanntheitsgrad steigern wollen. Wie weit die eingeräumten Rechte reichen und etwaige Angaben über Kosten und Weiterverbreitung der Musik, könnt Ihr aus den jeweiligen Bestimmungen auf den Websites der entsprechenden Künstler finden.

Musik legal downloaden – und das völlig kostenlos

Ein Trick, um Musik kostenlos aus dem Internet herunterzuladen und sich dabei nicht auf illegale Wege zu geben, ist es, aktuelle Meldungen und Nachrichten der Künstler zu verfolgen. Viele Stars und Künstler denken sich immer wieder neue Gründe aus, um einzelne Lieder (in wenigen Ausnahmen auch komplette Alben) kostenfrei auf ihrer Website den interessierten Fans zum Download zur Verfügung zu stellen.

Zum einen rühren die Musiker so die eigene Werbetrommel, zum anderen erhalten sie in der Regel weitere mediale Aufmerksamkeit, die in der Branche der Musikindustrie unabdingbar ist. Für den kostenlosen Download haben die Musiker in der Regel einer Veröffentlichung der Musikdateien einer sogenannten Creative-Commons-Lizenz zugestimmt. Dadurch behalten sie als Urheber die Rechte an den Dateien, geben sie aber zur privaten Benutzung für jedermann frei.

Zudem existieren Downloadportale für Musik, die eine große Auswahl an kostenlosen Titeln zusammengefasst hat und für seine Besucher legal anbietet. Die bekanntesten Portale sind:

  • mp3.de
  • Jamendo
  • Elixic
  • MusicDownload24

Wie Ihr also sehen könnt, gibt es viele verschiedene Wege, Eure Lieblingsmusik über das Internet zu beziehn, ohne in eine rechtliche Grauzone zu gelangen. Wohlauf dann, viel Spaß beim Musikhören.

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